Herzlich Willkommen auf den Seiten der
Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission

Die 1972 gegründete Kommission ist bis heute eine der zentralen Plattformen der Kooperation zwischen Historikern und Geographen beider Länder. Die Schulbuchkommission sieht es als ihre Aufgabe an, den fachwissenschaftlichen Dialog zu vertiefen. Dazu veranstaltet die Kommission Fachkonferenzen und gibt eine eigene Publikationsreihe heraus. Mittels ihrer Expertise und einer regelmäßigen wissenschaftlich-didaktischen Analyse deutscher und polnischer Lehrwerke wirkt die Kommission auf eine sachgemäße und angemessene Repräsentation des Nachbarn im Unterricht hin.

Trotz substantieller Verbesserungen wissen deutsche Schüler heute immer noch nur wenig über die Geschichte Polens, und Deutsche wie Polen sind sich der historischen Erfahrungen des Nachbarlandes oft nicht ausreichend bewusst. Die Kommission setzt deshalb ihre Arbeit fort und ist bei dem Projekt „Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch“ einer der wichtigsten Akteure.

 

 

Aktuelles


Nachruf Klaus Zernack (1931-2017)

Foto: GEI-Archiv. Prof. Zernack bei der deutsch-polnischen Schulbuchkonferenz in Szczecin/Stettin (2005).

Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission der Historiker und Geographen trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Zernack (1931-2017). Er war Gründungsmitglied des Präsidiums der Schulbuchkommission (seit 1972), aktiv an ihrer Arbeit über 45 Jahre beteiligt und von 1987 bis 2000 Vorsitzender. Durch seine Konzepte einer Neubewertung der Rolle Preußens („negative Polenpolitik“) für die deutsch-polnischen Beziehungen und einer Beziehungsgeschichte, mit der er spätere modische Ansätze einer „Verflechtungsgeschichte“ und einer „histoire croisée“ vorwegnahm, hat er über Jahrzehnte die Arbeit der Schulbuchkommission geprägt.

Zernack, dessen Familie aus der Neumark stammte und der in Berlin aufwuchs und studierte, war biographisch durch die katastrophale deutsch-polnische Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt. Als Mitarbeiter und Schüler von Herbert Ludat erwarb er 1956-1966 in Gießen eine breite Ausbildung der Osteuropäischen Geschichte vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte, die er in der Folge auf Professuren in Frankfurt a.M. (1966-1978), Gießen (1978-1984) und Berlin (1984-1999) einem wachsenden Schülerkreis vermittelte und die in eine große Zahl von akademischen Qualifikationsschriften mündete.

Zentrales Anliegen Zernacks war eine wissenschaftliche deutsch-polnische Annäherung, wobei er in beiden Historiographien zentrale Kompetenzen für eine moderne europäische Geschichte sah. Er legte auf das Erlernen gerade der damals exotischen slawischen Sprachen viel Wert (sein Motto: „Sprachen lernen. Viel lesen. Gründlich nachdenken“) und bemühte sich den nach dem Krieg abgebrochenen deutsch-polnischen Wissenschaftsaustausch zu beleben. Zu diesem Zweck lud er Dutzende von Wissenschaftlern und Doktoranden nach Gießen, Frankfurt und Berlin ein, wo er seit den 1980er Jahren mit der „Historischen Kommission zu Berlin“ und dem „Forschungsschwerpunkt Ostmitteleuropa“ (heute GWZO Leipzig) Institutionen prägte und mitbegründete. Zahlreiche polnische Gelehrte und Historiker wurden durch diese Aufenthalte und Austauschprogramme in ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit geformt.

Klaus Zernack besaß großes Ansehen unter polnischen Wissenschaftlern, was durch zwei Ehrendoktorwürden (Adam Mickiewicz-Universität Poznań 1989, Universität Warschau 1997) zum Ausdruck kam. Seine Arbeiten wurden ins Polnische übersetzt, insbesondere sein Opus Magnum „Polen und Russland. Zwei Wege in der europäischen Geschichte“ (Polska i Rosja: dwie drogi w dziejach Europy. Warszawa 2000) und seine Studien zur preußisch-polnischen Verflechtungsgeschichte (Niemcy – Polska. Z dziejów trudnego dialogu historiograficznego. Poznań 2006) fanden eine breite polnische Rezeption. In seiner Tätigkeit vertrat er dediziert die Idee einer gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte. Er unterstützte polnische Kollegen in Aufenthalten und Kontakten in Deutschland und griff selbst immer wieder auf innovative Arbeiten polnischer Kollegen, etwa Gerard Labudas oder Benedykt Zientaras, zurück.

Innerhalb der Schulbuchkommission spielte er durch seine fundierten Kenntnisse der polnischen Geschichtsschreibung, seine Liberalität und seine Sensibilität für die polnische Perspektive eine zentrale Vermittlerrolle. Wir betrauern unseren langjährigen akademischen Lehrer, Kollegen und Freund und werden sein Werk fortsetzen.

Europa im Fokus: Ein Geschichtsbuch für Deutschland und Polen

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Die brandenburgische Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, und die polnische Ministerin für Nationale Bildung, Anna Zalewska, stellten das Lehrbuch am 20. November 2017 in Kreisau/Krzyżowa gemeinsam vor. (Foto: Marcin Biodrowski)

Ende September ist der zweite Band der gemeinsamen Geschichtsbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ in Deutschland und Polen erschienen. Der Band rückt Zusammenhänge und Gegensätze geschichtlicher Entwicklungen in Europa und der Welt von der Neuzeit bis 1815 in den Blick und zeigt in neuartiger Weise, wie historische Ereignisse in unseren Gesellschaften erinnert werden.

Schülerinnen und Schüler erarbeiten etwa die Entstehung moderner Verfassungen in den USA, Polen und Frankreich in unmittelbarem Bezug aufeinander. Sie werden so ermuntert, die gemeinsame Geschichte von ungewohnten Standpunkten und anhand neuer Fragen zu durchdringen. Auf diese Weise möchte das Lehrwerk transnationale Perspektiven auf den Lehrstoff eröffnen und den Dialog über Geschichte und Erinnerung befördern.  

Die von den Verlagen Eduversum und WSiP verlegte Schulbuchreihe soll im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden. Bedeutsam ist, dass es sich nicht um ein ergänzendes Unterrichtsmaterial, sondern um ein den Lehrplänen entsprechendes Schulbuch für das Fach Geschichte handelt. Zielgruppe in Deutschland ist die Sekundarstufe I. Die gesamte, auf vier Bände ausgelegte Reihe erscheint bis 2020, ihr erster Band liegt seit Sommer 2016 vor.

Die Einzelbände entstehen in enger Zusammenarbeit zwischen den Verlagen, Autoren, wissenschaftlichen Koordinatoren und Experten für bestimmte Epochen aus beiden Ländern. Die fertigen Kapitel spiegeln das Ergebnis eines langen Prozesses der Diskussion darüber wider, wie eine Perspektive in einem Schulbuch zur Geltung gebracht werden kann, die für unterschiedliche Sichtweisen, Interpretationen und geschichtsdidaktische Zugriffe bei der Darstellung der Vergangenheit sensibilisiert. Unterstützt durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie Lehrerfortbildungen wird die Lehrwerkreihe breit in die Schulpraxis beider Länder implementiert werden. Die offizielle Vorstellung von Band 2 fand am 20. November 2017 in der internationalen Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau statt.

Die wissenschaftliche Koordination des Projekts hat das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung gemeinsam mit dem Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften inne. Gefördert wird es auf deutscher Seite durch die Kultusministerkonferenz unter Federführung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sowie das Auswärtige Amt. Polnische Förderer sind das Ministerium für Nationale Bildung, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten sowie das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe, hinzu kommt die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Das Projekt eines gemeinsamen Geschichtsbuchs profitiert in hohem Maße von den Erfahrungen der seit 1972 arbeitenden deutsch-polnischen Schulbuchkommission, die für ihre Arbeit im Juni 2017 mit dem Viadrina-Preis ausgezeichnet wurde.  

Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission erhält Viadrina-Preis – Festakt am 9. Juni 2017

Foto: Heide Fest
Foto: Heide Fest
Foto: Emmanuelle Hébert

Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission der Historiker und Geographen wurde am 9. Juni 2017 mit dem Viadrina-Preis ausgezeichnet, der jährlich an Persönlichkeiten vergeben wird, die sich um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben.

An der feierlichen Preisübergabe wurden stellvertretend für die Gemeinsame Schulbuchkommission Prof. Dr. Robert Traba von der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg von der Universität Gießen sowie Mitglieder des Präsidiums der Kommission für ihr langjähriges Engagement geehrt. Dabei wurden vor allem die Verdienste der Kommission gewürdigt, das gemeinsame Geschichtsbuch „Europa. Unsere Geschichte“ für Schulen in Deutschland und Polen zu erarbeiten (polnische Ausgabe erschien bei WSiP, deutsche Ausgabe – beim Verlag Eduversum). Das auf vier Bände angelegte Geschichtsbuch zur europäischen und Globalgeschichte ist mit den jeweiligen Lehrplänen kompatibel und für den regulären Einsatz im Schulunterricht in Deutschland und Polen bestimmt.

Zum Viadrina-Preis:
Seit 1999 verleiht die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Viadrina-Preis an Persönlichkeiten, die sich um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. der Übersetzer Karl Dedecius (1999), der Nobelpreisträger Günter Grass (2001), die polnischen Publizisten Adam Michnik (2000) und Adam Krzemiński (2006) sowie der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki (2009), Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (2010), der polnische Komponist Krzysztof Penderecki (2011), der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland a. D. Hans-Dietrich Genscher (2012) und der Bürgerrechtler und Publizist Wolfgang Templin (2015).


Erklärung der Vorsitzenden der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geographen

Im Zusammenhang mit der in deutschen Bildungsmedien und Schulbüchern vorkommenden Verwendung von Begriffen wie „polnische Lager“, gar „polnische Konzentrationslager“, erklären wir, dass solche Wendungen grundsätzlich historisch falsch und geschichtsdidaktisch unzulässig sind. Im während des Zweiten Weltkriegs von Deutschen besetzten Polen (1939-1945) gab es ausschließlich deutsche (nationalsozialistische) Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslager.

Wir fordern die Verlage, in deren Schulbüchern solch eine falsche Behauptung auftauchte, dazu auf:

1)      die fehlerhaften Formulierungen zu korrigieren,

2)      eine einschlägige Erklärung zu veröffentlichen,

3)      für Schüler und Lehrer, die bislang mit dem betreffenden Schulbuch arbeiten, zusätzliche Materialien zu erstellen und zugänglich zu machen, die die Rahmenbedingungen und den Verlauf der deutschen Besatzung in Polen und in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs vermitteln.

Um ähnlichen Vorfällen in Zukunft vorzubeugen, fordern wir deutsche Geschichtslehrer, Historiker, Didaktiker und Verleger dazu auf, fehlerhaften Darstellungen, die derartige grobe Verfälschungen eines wichtigen zeithistorischen Themas bewirken können, entschieden entgegenzutreten.
Wir rufen Schulbuchverlage und Schulbuchautoren dazu auf, die aktuellen „Empfehlungen” der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission anzuwenden, die unter Wahrung des neuesten Forschungsstandes und der Anforderungen der Geschichtsdidaktik in Polen und Deutschland die wichtigsten historischen Fragen behandeln (Schulbuch Geschichte. Ein deutsch-polnisches Projekt – Empfehlungen, Göttingen 2012).

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg                    Prof. dr hab. Robert Traba


Gedenken: Władysław Markiewicz im Alter von 97 Jahren verstorben

Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission nimmt Abschied von einem, der die Geschicke der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission wie kein zweiter geprägt hat: Władysław Markiewicz. Dieser ist am 18. Januar 2017 in Warschau im Alter von 97 Jahren verstorben.

Władysław Markiewicz wurde 1920 in Ostrów in Großpolen geboren. 1941 kam er als Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft nach Hessen und im Rahmen eines Bauzugs in die Wiener Neustadt. Ende 1941 wurde er wegen konspirativer Tätigkeiten zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, durch die er unter anderem etwa zwei Jahre im KZ Mauthausen-Gusen inhaftiert war. Nach dessen Befreiung kämpfte er in den polnischen Streitkräften in Italien und England und kehrte 1947 nach Polen zurück.

Nachruf

Erscheinen von Band 1: Ein Geschichtsbuch für Deutschland und Polen

Fotos: Bettina Ausserhofer für GEI

Am 22. Juni 2016 trafen sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Polens Außenminister Witold Waszczykowski und der brandenburgische Ministerpräsident und Koordinator für deutsch-polnische grenznahe und zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit Dietmar Woidke in Berlin, um den ersten Band eines gemeinsamen Geschichtsbuchs unter dem Titel „Europa – Unsere Geschichte“ vorzustellen.

 „Es ist ein wunderbares Buch geworden, […] das hellhörig macht für Träume und Traumata, mit denen unsere Nachbarn die gemeinsame Geschichte verbinden“, lobte Minister Steinmeier das neue Geschichtslehrwerk bei der feierlichen Vorstellung in der Robert-Jungk-Oberschule. „Ein Buch, das hoffentlich hilft, einen gemeinsamen deutsch-polnischen Blick auf diese Geschichte zu entwickeln“. Minister Waszczykowski sagte, es werde den jungen Menschen ermöglichen, die historische Sensibilität der Nachbarn besser zu verstehen, den Dialog erleichtern, Stereotype überwinden helfen und größere Toleranz lehren.

Die Schulbuchreihe wird von den Verlagen Eduversum und WSiP verlegt. Herausgegeben wird sie von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Band 1 soll ab dem Schuljahr 2016/17 im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden. Bedeutsam ist, dass es sich nicht um ein Zusatzmaterial, sondern um ein Schulbuch zur Geschichte Europas handelt, das den Lehrplänen entspricht.

Band 1, der nach vier Jahren intensiver Arbeit nunmehr vorgelegt werden kann und der der Auftakt einer vierbändigen Schulbuchreihe sein soll, ist ein deutsch-polnisches Gemeinschaftsprodukt auf verschiedenen Ebenen: Er entstand in enger Zusammenarbeit zwischen den Verlagen, Autoren, wissenschaftlichen Koordinatoren und Experten für bestimmte Epochen aus beiden Ländern, hauptsächlich aus den Reihen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Unterstützt durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie Lehrerfortbildungen soll das Buch nunmehr breit in die Schulpraxis beider Länder implementiert werden.

Das Programm der Veranstaltung vom 22.6.2016 finden Sie hier zum Download.

 

 

XXXVI. Deutsch-Polnische Schulbuchkonferenz „Kommunikationsräume – Akteure, Praktiken und Umsetzungen in der schulischen Praxis“ 19.-21. Mai 2016: Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Foto: Dominik Pick
Foto: Dominik Pick
Foto: Thomas Strobel

Vom 19.-21. Mai 2016 veranstaltete die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission in Halle/Saale ihre XXXVI. Deutsch-Polnische Schulbuchkonferenz unter dem Titel Kommunikationsräume – Akteure, Praktiken und Umsetzungen in der schulischen Praxis“. Damit verband sie Forschungen vor allem aus der Geschichtswissenschaft und der Geographie und knüpfte an ihren Forschungsschwerpunkt der letzten Jahre, das Konzept der „Kulturlandschaften“, an.

Welche Raumkonzepte gibt es in Schulbüchern? Wie werden diese visualisiert?  Welche Rolle spielen Migration und Kommunikationsräume in Schulbüchern – und welche Veränderungen hat es in diesem Bereich in den letzten Jahren gegeben? Das waren einige der Forschungsfragen, die die Kommission ins Zentrum ihres Interesses stellte. Ein besonderer Fokus wurde dabei zum einen auf die Akteure gelegt, die Kommunikationsräume prägen, zum anderem angesichts des Jubiläumsjahres 2017 auf „Kommunikationsräumen  der Reformation“.

Die diesjährige Konferenz stand zudem ganz im Zeichen des bevorstehenden Erscheinens von Band 1 des deutsch-polnischen Projektes „Schulbuch Geschichte“. In einem Workshop mit Lehrkräften beider Länder wurden ausgewählte Kapitel des Buches getestet. In zwei Sektionen der Konferenz ging es zudem um eine ausführliche Bilanz von Band 1, nicht zuletzt unter dem Blickwinkel von Kommunikationsräumen und kartographischen Fragestellungen.

Die Deutsch-Polnische Schulbuchkommission nutzte den Rahmen dieser Konferenz zudem für einen Erfahrungsaustausch mit Mitgliedern der Polnisch-Ukrainischen Schulbuchkommission und mit bildungspolitischen Vertretern der in Deutschland lebenden Polen und der in Polen lebenden Deutschen.

Veranstalter der Konferenz waren die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission, das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, das Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien in Halle/Jena und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Gefördert wurde die Konferenz vom Auswärtigen Amt und von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

Programm (PDF)